Das in Leipzig ansässige Büro Graalfs Architekten wurde im Jahr 2003 von Uwe Graalfs gegründet. Schnell stellte sich der Erfolg bei Wettbewerbsteilnahmen ein: ein Ankauf beim Architektur-Kunst-Preis 2002 des Neuen Sächsischen Kunstvereins in Dresden, ein zweiter Preis beim Wettbewerb um eine temporäre Zwischennutzung für den Schlossplatz Berlin, ein vierter Preis beim Wettbewerb am Schlossplatz in Karlsruhe für die L-Bank und ein erster Preis für das Altenpflege- und Wohnzentrum Sommerrain in Stuttgart-Bad Cannstatt. Dem Wettbewerbsgewinn folgte 2005 die Beauftragung für das Projekt mit einem Bauvolumen von über 16,5 Millionen Euro. 2006 folgte eine parallele Direktbeauftragung zur Bearbeitung der Vorplanung für die Alfons-Kern-Schule im Zentrum von Pforzheim. In Leipzig plant das Büro Kindergärten und ein Archiv für kirchliche Einrichtungen. Ebenfalls beschäftigt sich das Büro intensiv mit der Gestaltung von Ausstellungen, u.a. in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Büro Katrin Grella Graphic Design. Zu nennen sind die Ausstellung „Garten der Erkenntnis“ für die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, die 2005 in Hannover mit dem if communication award gold ausgezeichnet worden ist. Auch hat das Büro inzwischen realisierte Ausstellungen für BMW und Bayern Innovativ in der neuen BMW-Welt in München konzipiert. Zur Zeit erfolgt die Bearbeitung einer mehrjährigen Wanderausstellung für eine der großen Wissenschaftsinstitutionen in Deutschland.

In ihrer Philosophie nehmen Graalfs Architekten Bezug auf den in der Architektur besonders ausgeprägten Spannungsbogen zwischen vorgefundener Realität und erdachtem Entwurf. Erstere bildet für die Arbeit des Büros immer den Ausgangspunkt. Die zu Beginn eines neuen Projektes vorangestellte Analyse von Ort und Aufgabe führt zu sehr persönlichen Konzepten, die die Architekturen des Büros konsequent formen und ihnen dabei eine gleichermaßen sinnliche wie kraftvolle Erscheinung verleihen. Es geht immer um das, was einem Ort, einer Aufgabe entnommen werden kann, um es in der Architektur hervorzuheben und weiterzuführen. Sei es eine einzige Wand aus Gipskarton, die im Rahmen einer (bau)künstlerischen Aktion einem Haus tem-porär zugefügt wird, oder sei es ein Projekt in innenstädtischer Lage, das für eine gesamte Stadtbevölkerung die Wahrnehmung ihrer Umgebung dauerhaft verändern wird.

 
 
 

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